Musik macht "Sinn", weg vom Fernseher

Musik macht „Sinn“ im Alter

Viele Hobbys, die man sein Leben lang ausgeübt hat, sind plötzlich im Alter nicht mehr möglich. Sportliche Aktivitäten, Tätigkeiten, die Mobilität erfordern, aber auch feinmotorische Tätigkeiten können betroffen sein.
Das Lesen wird irgendwann zu anstrengend und das Fernsehen ist eine mental und körperlich total passive „Tätigkeit“.

Menschen mit Demenz fällt es zunehmend schwer den kurzfristigen Aktionen des Alltags zu folgen. Gerade bei Demenz ist es aber von großer Bedeutung, die Betroffenen im hier und jetzt zu verankern, da sie zunehmend den Kontakt zur Außenwelt verlieren können. 
Musik hören ist da ein Anfang. Aber Aktivität entsteht erst indem man selbst tätig wird. Und unsere Stimme ist unser erstes und eigenes Instrument. Wir brauchen nicht erst viele Jahre Musikunterricht, um sie einzusetzen. Mit fachkundiger Anleitung ist das Singen fast allen älteren Menschen möglich. Mithilfe der Stimme verleihen wir unserer Kreativität Ausdruck. Mit der Musik bekommt unser Leben Sinn und Ziel. 
So erfüllt der Singunterricht die Forderung nach einer kulturellen Teilhabe aller Menschen und fördert Repertoire, Atemführung, Körperhaltung und, das ist das wichtigste, den Selbstwert.